Fliegertour 07/2026: Dresden/Prag/Breslau
Im Juli stand eine MGflyers Fliegertour auf dem Programm, bei der wir an einem Wochenende drei Flüsse besuchen wollten: Elbe, Moldau und Oder.
Am Freitag starteten wir kurz nach Mittag mit unseren beiden Piper Warrior bei wunderbaren Flugwetter und landeten am frühen Abend, nach einer einem kurzen Stopp zum Crew-Wechsel in Dresden. Schon der Anflug auf die Piste 04 des internationalen Flughafens der Stadt, lies uns einen ersten Blick auf die beeindruckenden Altstadt werfen und den Beinamen Elbflorenz verstehen. Nach der Landung bestätigte sich, dass der schon bei der Planung erfolgte Blick auf die Rollkarte durchaus berechtigt war. Denn nach dem Verlassen der Piste folgte nicht das gewohnte „über Charlie und Alpha zum Abstellen“, sondern eine ausführliche Freigabe zum Rollen, welcher der Freigabe im Anflug um nichts nachstand. Höhepunkt war die Abholung und Einweisung durch einen Marshaller.
Nach dem Ausladen und Verzurren für die Nacht erfolgte der Transport direkt ins Passagierterminal, so wie bei einem Airliner. Weiter ging’s per Bahn in die Dresdner Innenstadt und in unser Hotel direkt hinter dem berühmten Zwinger. Von dort war es nur ein Katzensprung zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt an der Elbe. wie Semperoper und Frauenkirche. Ein gemeinsames Abendessen unter dem Taschenberg-Palais beendete den ersten Tag unserer Tour.
Am Samstag starten wir bereits ab 8:50 Uhr mit dem Zug Richtung Flughafen, so dass wir nach einer ausführlichen Sicherheitskontrolle, um 10:00 Uhr bereits in der Luft waren, um unser nächstes Ziel, Prag, zu erreichen. Nach einer knappen Stunde begann der Anflug auf Prag-Letany, einem Grasplatz östlich der tschechischen Hauptstadt. Letany ist einer der tschechischen Flugplätze mit der höchsten GAT-Dichte, welches sich im Anflug auch bewahrheitete. Es brauchte schon höchste Konzentration, um aus dem Gemisch aus Tschechisch und schwer verständlichen Englisch die für uns richtige Anweisung herauszufiltern. Doch das gelang unseren Mitfliegern hervorragend, so dass alle sicher landeten.
Nach einem kurzen Marsch zur U-Bahn folgte die Fahrt in das Zentrum Prags, wo wir eine Turbobesichtigung, inkl. Altstadt, Moldau Karlsbrücke, Prager Schloss und Kaltgetränken machten. Bereits um 16:30 Uhr begann der Weiterflug Richtung Polen. Dieser führte uns nach Norden zum Riesengebirge, über dem der Funkverkehr wohl irgendwann von tschechisch auf Polnisch wechselte, ohne dass wir es wirklich merkten. Von dort flogen wir dann von Osten Wroclaw, das ehemalige Breslau, an. Unser dortiger Zielflughafen hieß Szymanow, ein Grasplatz nördlich der Stadt mit veröffentlichten Anflugverfahren, auf dem wir vom dortigen Aero Club herzlich empfangen wurden. Per Uber ging es in die Innenstadt.
Hier verbrachten wir einen wunderbaren Abend in der pulsierenden Stadt voller historischer und restaurierten Gebäude und Plätzen an der Oder, in der der Service Gedanke besonders groß geschrieben wurde. Ein gemeinsamer nächtlicher Drink in der Rooftopbar unseres Hotels, auf Einladung von MGflyers, beendete den zweiten Tag unserer Reise.
Am Sonntagmorgen war der Himmel eher bedeckt, und es regnet auch ein bisschen. Das beeinträchtigte unseren Weiterflug jedoch nicht. Von Szymanow aus flogen wir zunächst Richtung Westen, um im Bautzen auftanken zu können, da wir unser Abfluggewicht sowohl in Letany als auch in Szymanow möglichst gering halten wollten. Von Bautzen ging es auf die letzte Etappe zurück nach Mönchengladbach, wo wir am frühen Abend gemeinsam eintrafen. Hier endete unsere Drei-Flüsse Flieger-Tour und hinterließ bei allen Teilnehmern eindrucksvolle Erlebnisse.

