Griechenland von oben
Die Idee zu der Griechenlandtour reifte schon geraume Zeit, nun galt es, einen geeigneten Termin zu finden. Die Wahl fiel auf Anfang Juni, da wir auf der einen Seite sommerliches Wetter wollten, andererseits die Monate Juli und August aus mehreren Gründen meiden wollten:
1. In der Hochsaison ist es schwierig, spontan ein Quartier zu bekommen.
2. Fliegerisch ist das Wetter nicht so günstig, man muss in der Ägäis sowohl mit extremer Hitze als auch mit dem Meltemiwind mit Stärken von bis zu 45 Knoten aus Nord rechnen.
3. Der 29. Juni 2015 barg politischen Zündstoff, es zeichnete sich ab, dass die derzeitige Griechische Regierung nicht willens war, die fällige Raten an die Gläubiger zu zahlen. Dass sie nach wenigen Tagen bereits einknickte und der Schuldenwahnsinn wie gewohnt weiterging, das war schwer vorauszusehen.
Trotz der Krise wurden wir überall freundlich empfangen und Gespräche mit der Bevölkerung über das Thema waren immer sachlich. Die meisten Griechen haben durchaus eine sehr differenzierte Meinung, längst nicht alle plappern die „Volksmeinung“ nach und teilen unsere Meinung, dass eine jahrzehntelange Misswirtschaft der Verantwortlichen nicht allein durch Geschenke der EU und hier in erster Linie Deutschland auszugleichen ist. Genug der Politik, Griechenland ist immer eine Reise wert!
Neun Piloten respektive Copiloten haben seit Monaten fest zugesagt, diese werden auf 3 Flugzeuge aufgeteilt. Gesetzt ist unsere Cessna 172 R, unsere Piper war zu dem Zeitpunkt mit abgelaufenem Motor in der Werft. Dies war rechtzeitig absehbar, so dass wir eine Cessna 182 charterten. Auf die beiden Cessnas verteilten sich Team Felix und Team Peter. Ralf uns seine Frau besitzen ein Tecnam VLA, also einen lupenreinen Zweisitzer. Ralf und seine “ beste Copilotin“ gaben von vornherein kund, dass sie auf Grund der Perfomance ihres Fliegers außer Konkurrenz reisen würden und ggf. hinterherfliegen.
Der Hinflug sollte über die österreichischen Alpen und entlang der Kroatischen Adriaküste erfolgen. Unsere Route in Griechenland mussten wir einerseits auf dei Versorgung mit AVGAS abstimmen, andererseits haben wir vorher die touristischen Highlights ausgesucht. AVGAS gibt es nur auf 6 Plätzen im Westen und Süden Griechenlands. So war Korfu als Tankstopp gesetzt und hat auch als „grüne Insel“ touristisch viel zu bieten. Die landschaftlich spektakulärste Insel der Ägäis ist Santorin hat uns alle angezogen. So war die erste Hälfte der Reise im Groben geplant, den Verlauf der restlichen Reise entscheiden wir spontan. So trafen wir uns am Morgen des 12. Juni zum letzten Briefing in EDLN. Das Wetter meint es git mit uns, die österreichischen Alpen sind fliegbar und ganz Deutschland hat CAVOK. Kleiner Schreck in der Morgenstunde: Gemäß NOTAM haben wir PPR für die Parkpositionen auf Korfu beantragt und die Antwort lautete: „No Parking Position available“ Na ja, der Weg soll das Ziel sein, Plan B ist immer griffbereit. Aber eine zweite freundliche eMail wirkte Wunder, wir bekamen schließlich die Erlaubnis für 2 Nächte in Korfu.
Auf geht es in Richtung Südosten, der erste Tankstopp soll in Augsburg sein. Einen Zweisitzer hat man am schnellsten beladen. Es sitzt jeder Handgriff und Team Ralf war als erstes in der Luft. Sie halten den Vorsprung und sind als erste an der Tankstelle in EDMA. Ruck zuck hatten wir die Bedürfnisse der Flieger und der Piloten erfüllt, jetzt müssen wir nur auf die Grenzpolizei warten, denn unser nächstes Ziel Kroatien gehört noch nicht zum Schengener Abkommen. Nach dem Unterqueren des Luftraum „C“ von München ging es im Steigflug in Richtung Salzburg. Die Freigabe in 7000 ft durch den Luftraum „D“ war kein Problem, der nächste Wegpunkt sind die die Radstätter Tauern. Dort konnten wir wie vorhergesagt immer 2000 ft über Grund halten wir und hatten noch reichlich vertikalen Abstand zu 4/8 Cumulus in 9000 ft. Einige Gipfel waren in Wolken, so dass wir schon sehr präzise navigieren mussten. Team Ralf entschied sich für die sichere Lösung und flog östlich via Graz nach Slowenien, wo sie nach einigen Zwischenstopps die Adria bei Portoroz erreichten und fortan nur per email in Kontakt mit uns anderen blieben. Die beiden Cessna- Teams flogen immer ins richtige Tal und erreichten via Katschbergpass und Kärnten die Karawanken, das Grenzgebirge zu Slowenien. Ljubljana Information versorgte uns wie gewohnt professionell mit Verkehrsinformationen undreichte uns an Rijeka Approach, die uns über die weite Bucht einen Direktanflug auf die Piste 14 anboten. Östlich von uns auf dem Festland sahen wir die Industrieanlagen der Stadt und die Brücke auf die Insel Krk, auf der auch der internationale Flughafen liegt. Abfertigung und Handling verliefen sehr professionell und bereits eine Stunde später sprangen wir
ins Mittelmeer.
Samstag, der 13.6. versprach nach der Alpenüberquerung das nächste Highlight: die kroatische Inselwelt. Forecast? CAVOK! Auf der Route ADRIA 2 geht es in komfortablen 4000 ft über kleine und kleinste Inselchen. Reger Boots- und Schiffsverkehr durchkreuzt das in verschiedenen Blau- und Türkistönen schillernde Wasser. In Dubrovnik herrscht schon etwas mehr Verkehr, aber gewohnt routiniert werden wir von den Controllern über den Queranflug in den Verkehrsfluss eingereiht und landen problemlos auf der Piste 12. Dubrovnik ist eigentlich viel zu schade nur für einen Tankstopp, aber in Korfu wartet unser Parkplatz. Wir werden wiederkommen nach LDDU! Auch die kleineren Plätze in Kroatien sind sicher sehenswert, viele Fliegerkollegen schwärmen davon!
Der Abflug war CVFR in reinster Form, nach dem Start auf der 14 wurden wir zunächst nach Südwesten aufs offene Meer gevectort. Auf Nachfrage teilte man uns mit, uns mit, dass man uns von Anflugsektor von Podgorica freihält und in der Tat wurden einige Airliner an Podgorica Approach weitergereicht. Nach dem kurzen Stück Motenegrinischem Luftraums wurden wir an die große Unbekannte weitergereicht: Albanien. IFR kein Problem, VFR bekamen wir vorab keine verlässlichen Informationen. Es wurde empfohlen, FL 100 zu filen, der Rest sei verhandelbar. Tatsächlich empfing uns Tirana freundlich und professionell, unsere gewünschte Flugroute entlang der traumhaft schönen und weitestgehend unberührten Küste wurde genehmigt. Ein Land, das sich dem Tourismus öffnet aber noch weitestgehend unerschlossen ist. Tirana könnte man anfliegen, das ist aber sicher nur sinnvoll, wenn man sich auch die Zeit nimmt, das Land zu erkunden. Nach dem Handover zu Kerkyra Approach wurden wir in den rechten Gegenanflug auf die Piste 35 geführt. Der Anflug über die Lagune ist weltberühmt. Nach der Landung Empfang von Goldair Handling, die uns dann auf kurzem Weg durch die griechische Bürokratie schleusten. AOPA Mitglieder bekommen bei Goldair Rabatt, in Korfu sind sie zu empfehlen.
Team Felix beschloss, den Aufenthalt zu verlängern, Team Peter fuhr wie geplant nach 2 Nächten in Korfu Stadt zum Flughafen. Goldair brachte uns wieder durch die Sicherheitskontrolle und zur Flughafenbehörde. Auf AVGAS mussten wir etwas länger warten, denn inzwischen waren einige Touristenflieger gelandet und somit alle Tankwarte beschäftigt. Der Start auf der Piste 17 führt im Steigflug über die Lagune genau auf Kurs in Richtung Kreta. Die Route führt entlang der grünen und buchtenreichen griechischen Westküste, über die Insel Lefkas und an Kefalonia vorbei in Richtung Patras, die größte Stadt des Peloponnes an der Mündung des Golfs von Korinth. Aus FL 80 konnten wir wir die 2004 eröffnete Brücke über den Golf sehen. Wir flogen an Olympia vorbei über die bis zu 7000 ft hohen Berge und erreichten südlich von Sparta die Ägäis. Östlich an der Insel Kythira vorbei wurden wir an Souda Approach weitergereicht. Der Gegenanflug auf die Piste 27 führte genau über die zweitgrößte Stadt Kretas im Westen der Insel. LGSA ist ein NATO – Platz und es muss 3 Wochen vorher PPR beantragt werde, dies hatte aber reibungslos geklappt. Auf den Parkflächen des Aeroclubs von Chania erwartete uns schon Kosmas, der Präsident des Vereins. Mit seiner Hilfe erledigten wir schnell die Formalitäten und er brachte uns auch in die Stadt. Wir bezogen unser Hotel direkt am venezianischen Hafen und auch Kosmas‘ Restaurantempfehlung erwies sich als sehr gut.Der Fisch war ganz frisch und die vielfältigen Beilagen lecker. Am nächsten Tag lockte unsere Trauminsel Santorin, leider wurde unsere Anfrage bezüglich
Parkposition abgelehnt, diesmal half auch kein nachverhandeln.
Zunächst mussten wir tanken, zur Wahl standen Iraklion, Sitia im Osten Kretas oder Rhodos. Unsere erste Wahl war Sitia, die weitere Route sollte uns über Karpathos, westlich an Rhodos vorbei über Astipalea nach Santorin führen. Sitia gehört zu den kleineren Plätezen, die nur stundenweise öffnen, wenn der Inselflieger erwartet wird. Leider wurden die Zeiten per NOTAM geändert und gaben wir den Flugplan nach Iraklion auf. Wir wählten die landschaftlich spektakuläre Route entlang der Südküste. Die weißen Berge fallen dort steil aus fast 8000 ft in die libysche See ab. Den Ausgang der Samaria Schlucht konnten wir aus unserer Flughöhe von 4000 ft gut erkennen. Iraklion Approach gab uns zügig den Anflug auf die Piste 27 frei und wir rollten zur Tankstelle. Die Tanks waren schnell nachgefüllt, jetzt musste nur noch Plan B aktiviert werden. Auch die Mitarbeiter von Goldair konnten die Flughafenbehörde in Santorin nicht umstimmen und so meldeten wir bei Iraklion Tower, dass wir zu unserem Alternate Samos fliegen werden. Die von der Stimme her junge aber sehr resolute Controllerin sagte nach Rückfrage „stand by“ und da standen wir mit laufendem Propeller auf dem Vorfeld. Im Flugplan hatten wir auch unsere östliche Route angegeben, um näher an der Küste fliegen zu können und Landschaft zu betrachten. Zu unserer Überraschung hörten wir nach wenigen Minuten “ D’OS, you are cleared to Santorini, taxi to holding point runway 27″ Da widerspricht man natürlich nicht! „Are you familiar with our VFR departure to the north?“ fragte die freundliche Controllerin. „Affirmative, but in our flight plan we requested a departure to the east“ „But Santorini is in the north“ lautet die immer noch freundliche Antwort. Die Crew ist mittlerweile leicht entnervt und nach einem kurzem Blickwechsel funkt der Co kurz und knapp: „that is copied“ Die Trauminsel lockt und alle weiteren Sightseeing- Ideen sind auf Eis gelegt.
Der Start ist Routine und auf halber Strecke werden wir an Santorini Approach übergeben. Nach einem kurzen Holding südlich der Insel sind wir dann „cleared long final RWY 34“ Im Flughafengebäude empfing uns eine Dame mit den Fäusten in die Taille gestemmt. „Mit Ihnen muß ich schimpfen“ sprach sie zuerst auf Englisch und später auf Griechisch. Wir konnten sie beruhigen und sie gab uns die Parkerlaubnis für 2 Tage. Spontan buchten wir via Internet eine Unterkunft in Kamari am schwarzen Strand unweit des Flughafens und bestiegen den Linienbus.
Nach einigem Suchen fanden wir das gebuchte Strandhotel, wo man aber offensichtlich keine Zimmer für uns hatte. Das war dem Chef sehr peinlich und er gab erstmal eine Runde Bier aus. Nach einigen Telefonaten hatte er tatsächlich noch freie Zimmer gefunden, angeblich ein Upgrade zum vereinbarten Preis. Wir sind gespannt. Ein junger Mann verlud unser Gepäck in seinen Opel und bot uns an, uns zum neuen Quartier zu bringen. Tatsächlich lag das andere Hotel auch direkt an der Strandpromenade und erwies sich als sehr geschmackvoll und ordentlich. Die Griechen haben mal wieder gut improvisiert und der Urlaub kann beginnen. Abends gab es frischen Fisch in der Taverne des Hotels und bei einem Glas Santorirni Weißwein ließen wir den Abend ausklingen.
Am nächsten Tag ruft die Hauptstadt Thira, spektakulär auf der bis zu 350 Meter hohen Steiküste der Caldera gelegen. Der Vulkan war vor ca. 3500 Jahren explodiert und heute ist die Insel Santorini die östliche Häfte und somit das größte verbliebene Stück. Zwei kleinere Inseln vervollständigen den Kreis, der Krater ist im Meer versunken. Vor der Steilküste Santorinis sind 2 neue Vulkaninseln entstanden, die jüngste ist erst 120 Jahre alt und dünstet reichlich schwefelhaltige Dämpfe aus. Das letzte stärkere Erdbeben war in den 1950er Jahren, einige Ruinen wurde nicht wieder aufgebaut. Das stört die Mengen von internationalen Touristen gar nicht, sie genießen zwischen den gemütlichen Lokalen und den schneeweißen Häusern das Panorama. Täglich gehen auch mehrere Kreuzfahrtschiffe auf Reede und so ist überall geschäftiges Treiben. Abends prüfen wir die Wetterprognosen für die folgenden Tage und stellen fest, dass eine erneute Alpenüberquerung nicht möglich sein wird. Die Prognosen östlich der Alpen sind ebenfalls nicht vielversprechend so dass wir uns für ein Routing durch das Rhonetal entscheiden. Ca 15 Flugstunden wurden in 4 etwa gleich große Abschnitte unterteilt und mit der verfügbarkeit von AVGAS abgeglichen. So entschieden wir und für Korfu, Rom und Valence als Zwischenstops. Für Korfu waren am folgenden Tag Gewitter angesagt und ein Alternate mit AVGAS stand nicht zur Verfügung. Die Alternative wäre gewesen, auf Samos oder in Megara bei Athen zu tanken. Samos liegt nordöstlich, also in der falschen Richtung und von Megara, einem Militärplatz, darf man nicht ins Ausland fliegen. Schengen läßt grüßen, in Griechenland und Italien gilt das Abkommen nicht uneingeschränkt. Also schreiben eine freundliche e-mail an Goldair Handling, dass wir auf Grund des Wetters leider erst einen Tag später nach Korfu fliegen könnten. Das Ergebnis war eine ganze Reihe von Hassmails der freundlichen Dame der HCAA (Hellenic Civil Aviation Authority). Es gibt keine Möglichkeit, länger aus Santorini zu parken. Alternativen? Mykonos hätte die gleichen Probleme. Siehste. Also bestehen wir auf die Flugsicherheit und bleiben. Geht also doch! Goldair bleibt auch in der Defensive, hier auf Santorin eher ein Totalausfall. Das Handlingpersonal stellt sich am Abreisetag mit uns geduldig bei der Sicherheitskontrolle an statt uns wie an anderen Flughäfen die Abkürzung zu zeigen. Da wir mindestens 7000 ft fliegen wollten, hier aber mit Bewölkung zu rechnen war, haben wir einen IFR Plan aufgegeben, in der Hoffnung, die Route durch den Golf von Korinth fliegen zu können.
Die Departure über den Kraterrand war spektakulär und Santorini Departure reichte uns an Athens Radar weiter. Leider wurden wir direkt nach Westen gevectored so dass wir doch den Umweg über den Peleponnes nehmen mussten. An der Westküste kamen wir in das vom Hinflug bekannte Gebiet und flogen weiter in den langen Endanflug auf die Piste 35. Team Felix war bereits am Vortag morgens hier gestartet und hatte es mit Stopps in Dubrovnik und Rijeka bis nach Bratislava geschafft. Durch unseren Tag Verspätung bleibt für Korfu nur ein kurzer Tankstopp. Goldair führt uns gewohnt professionell durch die Instanzen und bald sind wir bei schwachem Wind „cleared for take off RWY 17, left turn approved when passing 500 ft“. So fliegen wir eine weite Schleife über die Altstadt bevor wir im Steigflug über die grünen Hügel auf Kurs Nordwest gehen. Adio Hellas und 20 Minuten später werden wir von Brindisi Approach empfangen. Nach weiteren 20 Minuten überqueren wir die gekruzten Pisten von LIBR in FL 100. Über Italien auch CVFR, wir bleiben in Radarkontakt. Als Zielflughafen haben wir uns den stadtnahen Flughafen Roma Urbe ausgesucht, Alternate wäre Ciampino, der fest in der Hand von Ryanair ist. Der Controller fragte uns, ob wir denn für Urbe PPR für den grenzüberschreitenden Flug beantragt hätten was wir bejahten. Aus irgend einem Grund lag die Genehmigung dem Controller nicht vor, schließlich ließ er uns dann doch wie geplant fliegen. Der Anflug über den Ausläufern des Appenin unter dem Deckel des Luftraums „A“ von Roma Fuimicino erforderte noch einmal höchte Konzentration aber der Pilot mit seinen 2 Navigatoren, 3 iPads und einer Menge Anflugkarten konnte alle Pflichtmeldepunkte in der richtigen Reihenfolge finden. Auftanken, Parken und Polizeikontrolle gingen recht zügig und bald saßen wir im Taxi in Richtung Innenstadt. Das Hotel im Zentrum unweit der Piazza Navona war schnell bezogen und nach einem typisch italienischem Dinner erkundeten wir noch die Altstadt mit Pantheon und Spanischer Treppe. Auch dieser Aufenthalt war viel zu kurz, den Flugplan nach Valence haben wir für 11.00 Uhr lokal am nächsten Tag aufgegeben.
Am Samstagmorgen gelangten wir nach kurzer Polizeikontrolle zu unserem Flieger und folgten kurz darauf der nördlichen VFR Route. Wir hatten im Flugplan einen IFR pickup beantragt, wir bekamen ihn auch prompt und stiegen über der Toscana bis auf FL 100. Hier genossen wir den herrlichen Ausblick auf die Landschaft, auch Florenz konnten wir gut erkennen. In der Nähe von Genua setzten wir den Flug nach VFR fort denn über dem Alpenhauptkamm ist die MEA bei FL 170, dies lag nun doch jenseits unserer Leistungsdaten. Bei Barcelonnette erreichten wir französisches Gebiet und bei Gap starteten wir den Sinkflug nach Valence. Mit 25 Knoten Gegenwind landeten auf der Piste 01.
Da die Wetterprognosen für den Sonntag schlechter waren, gaben wir nach dem Tanken den Flugplan nach EDLN auf und beendeten den Trip noch am selben Abend mit folgender Bilanz:
- 8 Tage, davon 6 Flugtage,
- 11 Landungen in 5 Ländern,
- Überflug von 4 weiteren Ländern.
- 35 Stunden für 3200 NM.
Europa ist schön, wir möchten bald mehr davon sehen!
